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Abschrift der Passauer Neue Presse vom 26.11.1991

1400 Vögel bei der 7. Landesverbands-Meisterschaft
Das Bürgerhaus wurde zum Vogelparadies

Kanarienvögel, Wellensittiche und Exoten wurden zurWertungsausstellung gebracht - Züchterabend mit Siegerehrung

W a 1 d k i r c h e n (fd). Ein farbenprächtiger Tukanwies mit seinem riesigen Schnabel den Vogelliebhabern den Weg. Wer demHinweis folgte, kam zum Bürgerhaus, in dessen Mehrzweckraum die 7.Landesverbands - Meisterschaft des LV 22 Süd-Ost-Bayern ausgetragen wurde.Der Waldkirchener Vogelzucht- und -schutzverein, dem anläßlich seineszehnjährigen Vereinsjubiläums die Ausrichtung der Veranstaltung anvertrautworden war, konnte für sich einen Rekord verbuchen: Mit 1400 Vögeln wardiese Meisterschaft so gut besetzt, wie dies bisher noch nie der Fallgewesen ist.

18 Vereine im südostbayerischen Dreieck zwischen Freilassing, Nürnberg undCham sind im Landesverband LV 22 zusammengeschlossen und tragenalljährlich ihre Landesverbandsmeisterschaft aus. Seit zehn Jahren also,seit auch Waldkirchen einen Vogelzuchtverein hat, ist auch dieWaldlerstadt im Verband vertreten.

Nun wurde ihr sogar die Ehre zuteil, selbst Ausrichterort für die 7.Meisterschaft zu sein. Grund dafür ist die Bewerbung des Jubiläumsvereins,der in Bürgermeister Rudolf Hettl einen Gönner fand, der gerne bereit war,die Schirmherrschaft für die Veranstaltung zu übernehmen.

Aus allen Himmelsrichtungen wurden die Vögel angeliefert, die teilweiseschon bei vereinsinternen Meisterschaften gute Plazierungen belegt hatten.Jetzt unterzogen die Preisrichter sie erneut einer Bewertung und achtetendabei unter anderem auf Gefieder, Farbton der Federn, Größe, Gestaltung,Haltung und Gesamteindruck. Aber auch der Zustand des Käfigs spielt eineRolle. Es ist schon fast eine Wissenschaft für sich, wenn man die feinenUnterschiede feststellen soll, die einem ungeschulten Auge sowieso nichtauffallen. Mehrere Tage wurde im Bürgerhaus bewertet.

Nachdem die Bewertungen und Prämierungen für die zahlreichen Klassenabgeschlossen waren, wurde die Ausstellung auch der Öffentlichkeitzugänglich gemacht. Offiziell eröffnete der Schirmherr im Foyer desBürgerhauses die Ausstellung. In seinem Grußwort zeigte er sichbeeindruckt vom Leistungswillen des Waldkirchener Vogelzuchtvereins undüberreichte an dessen Vorsitzenden Karl Binder einen Scheck der SparkasseFreyung-Grafenau, die ebenso wie zahlreiche ortsansässige Firmen dieDurchführung der Ausstellung mit Spenden unterstützte.

Als Überraschungsgast hatte sich Bezirkstagsvizepräsident HeinrichSchmidhuber eingefunden, der damals vor zehn Jahren als zweiterBürgermeister der Stadt Waldkirchen den hiesigen Vogelzuchtverein mit ausder Taufe gehoben hatte und ihm heute noch als Mitglied angehört. Von"blendender Organisation" sprach Landesverbandsvorsitzender Hans Weber ausStraubing, der gerne daran erinnerte, daß er einmal Lehrer an derVolksschule Herzogsreut war und daher den Bayerwald als seine zweiteHeimat betrachtet. Er verwies auf die Zahl von rund 1400 eingeliefertenFarbkanaris, Gesangskanaris, Positurkanaris, Wellensittichen, Waldvögeln,Mischligen" Großsittichen und Exoten. Eine derart hohe Zahl sei bishernoch bei keiner Landesausstellung erreicht worden.

Im Anschluß an die Eröffnung führten die Veranstalter ihre Gäste durch dieAusstellung, die von der Bevölkerung an den beiden Besuchstagen überausfreundlich aufgenommen wurde. Der Abend des Eröffnungstages gehörte dannwieder den Züchtern allein, die nun auf ihre Auszeichnungen warteten. ImSaal des Bürgerhauses hieß der Waldkirchener Ortsvorsitzende Karl Binderseine Züchterkollegen aus dem gesamten Landesverband willkommen. Seinbesonderer Dank galt der Stadt Waldkirchen ebenso wie den Firmen für ihreWerbung im Ausstellungskatalog und den zahlreichen idealistischen Helfern,die man für eine derartige Veranstaltung unbedingt brauche.

Bürgermeister Rudolf Hettl als Schirmherr der Ausstellung würdigte dieVerdienste des Jubiläumsvereins, der in den zehn Jahren seines Bestehensschon Erstaunliches geleistet habe. Verbandspräsident Hans Weber richteteseine Dankesworte vor allem an seinen Stellvertreter Horst Düvelmeyer unddie übrige Vorstandschaft, die für diese Veranstaltung viel Freizeit undteilweise sogar Urlaub geopfert habe. Eine schier endlos lange Reihe vonPokalen, dazu ein großer Stoß Urkunden wartete auf die Gewinner.

zur Preisverleihung

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