SRK Böhmzwiesel

Vereinschronik


Bereits 1952 kam im kleinen Kreis ehemaliger Frontsoldaten der Gedanke auf, in Böhmzwiesel einen Verein "Ehemaliger Krieger" zu gründen. Doch war es 1952 von den Siegermächten noch untersagt Soldatenverbände zu gründen.

Doch ein Jahr später, am 23. Juli 1953 trafen sich im Gasthaus Eckerl ehemalige Soldaten und Kriegsteilnehmer des 1. und 2. Weltkrieges mit dem Ziel einen Veteranen- und Kriegerverein zu gründen. Anwesend waren damals 23 Soldaten, die sich alle sofort bereit erklärten, dem Verein beizutreten.

Somit wurde am 23. Juli 1953 der „Veteranen- und Kriegerverein Böhmzwiesel“ gegründet.

Es wurde auch gleich eine Vorstandschaft gewählt. Als 1. Vorstand zog man Herrn Johannes Graf aus Mayersäge in Betracht, der aber nicht anwesend war. Zum 2. Vorstand wurde Josef Heindl aus Kanaumühle gewählt, Kommandant wurde Johann Draxinger aus Böhmzwiesel, das Amt des Schriftführers belegte Rudolf Hamp aus Böhmzwiesel und das Amt des Kassiers Josef Scharinger aus Böhmzwiesel.

Bereits am 30. Juli 1953 traf man sich wieder. Es waren mittlerweile schon 42 Soldaten und Veteranen anwesend. Johann Graf erklärte sich sofort bereit den 1. Vorstand zu übernehmen. Am selben Tag wurden weitere vier Vorstandsmitglieder gewählt. Dies waren: Max Moosbauer, Walter Krutsch, Max Datzmann und Raimund Völtl.

Der neu gegründete Verein legte sogleich einige grundlegende Vereinsaufgaben fest: Dazu gehörten vor allem:

Die Kameradschaft zu pflegen, an Festlichkeiten anderer Vereine teilzunehmen, für den Frieden einzutreten, den gefallenen und vermißten Kameraden die Ehre zu erweisen und den Verstorbenen des letzte Geleit zu geben.

Bei einer der nächsten Vorstandssitzungen wurde schnell der Gedanke laut, eine Vereinsfahne zu kaufen. Man holte in Thyrnau ein Angebot ein, danach sollte die neue Fahne aber 1.700,00 DM kosten. Ein fast überdimensionaler Betrag für einen so jungen Verein.

Aber wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg:

Mit einer Haussammlung und höheren Beiträgen kam eine ansehnliche Summe zusammen. Den dann noch fehlenden Restbetrag spendete der 1 . Vorstand Johann Graf. Damit konnte die Fahne in Auftrag gegeben werden.

Für die nun bevorstehende Fahnenweihe mußte ein Festausschuß gegründet werden. Als erste Fahnenmutter konnte die Vorstandschaft Frau Anna Boxleitner aus Kronwinkel gewinnen. Erster Fahnenjunker dazu war Ludwig Berger aus Kanau, welcher nach Unstimmigkeiten aber den Verein wieder verließ. Sein Amt übernahm nun Anton Heindl aus Kanaumühle.



Die Fahnenweihe fand am 21. Juli 1954, fast genau ein Jahr nach Gründung des Vereins, statt. Es waren 46 Vereine eingeladen, von denen aber wegen der schlechten Witterung nur 27 der Einladung Folge leisteten. Während es vormittags noch regnete, schien rechtzeitig zum Festzug zum Glück wieder die Sonne. So wurde es doch noch zu einer schönen Fahnenweihe, die bis in die Nacht hinein andauerte.